Die Sommerreisezeit steht vor der Tür, schon bald beginnen die großen Ferien. Viele fahren dann für zwei oder drei Wochen in den Urlaub, um sich zu entspannen. Doch die Geräte zu Hause verbrauchen weiterhin Strom, und auch der Aufenthalt am Urlaubsort sowie die Reise können sich energieintensiv gestalten. In diesem Artikel haben wir einige Tipps für Sie, wie Energiesparen im Urlaub gelingt.
Wie kann ich Energiesparen im Urlaub?
Wenn Sie wegfahren, ziehen Ihre Haushaltsgeräte dennoch Strom. Deswegen ist es sinnvoll, sie vom Stromnetz zu nehmen, da viele auch bei Nichtgebrauch Strom verbrauchen.
Wichtige Hinweise zum Energiesparen während Ihrer Abwesenheit:
- Elektrogeräte ausschalten:
Ziehen Sie die Stecker von Geräten wie Fernseher, Computer, Kaffeemaschine, Router und Ladegeräten. Auch im Standby-Modus verbrauchen diese weiterhin Strom. - Kühlschrank und Gefrierschrank:
Wenn möglich, verbrauchen Sie die Lebensmittel, tauen die Gefriertruhe ab und schalten Sie sie aus (bei längerer Abwesenheit). Andernfalls empfiehlt es sich, die Temperatur etwas höher einzustellen, jedoch weiterhin sicher (Kühlschrank ca. 7°C, Gefrierschrank -18°C). - Heizung herunterdrehen:
Stellen Sie die Heizung im Winter auf Frostschutz (meistens mit einem Schneeflocken-Symbol gekennzeichnet). Im Sommer kann die Heizung ganz ausgeschaltet werden, sofern möglich. - Rollläden/Jalousien nutzen:
Lassen Sie diese halb herunter, um die Räume vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und ein Aufheizen im Sommer zu verhindern. - Fenster schließen:
Im Winter sollten Sie alle Fenster geschlossen lassen. Prüfen Sie vor der Abfahrt, ob noch eines auf Kipp steht. - Lichtquellen ausschalten:
Kontrollieren Sie, dass alle Lampen ausgeschaltet sind. Gegebenenfalls können Sie Zeitschaltuhren für ein Sicherheitslicht nutzen. - Wasserboiler und Durchlauferhitzer abschalten:
Diese Geräte verbrauchen viel Energie, auch wenn kein warmes Wasser benötigt wird. Schalten Sie sie daher aus. - Fenster und Türen schließen:
So bleibt die Raumtemperatur stabil und es geht keine Energie unnötig verloren.
Zusätzliche Hinweise:
- Prüfen Sie, ob Sie bei längerer Abwesenheit eine Urlaubsfunktion an Ihrer Heizungs- oder Smart-Home-Anlage aktivieren können.
- Falls Sie eine Solaranlage besitzen, kontrollieren Sie, ob diese korrekt eingestellt ist.
Welche Geräte verbrauchen den meisten Strom?
Die größten Stromfresser im Haushalt sind meist folgende:
- Kühl- und Gefriergeräte:
Kühlschrank und Gefrierschrank laufen rund um die Uhr und gehören zu den größten Stromverbrauchern. - Wäschetrockner und Waschmaschine:
Besonders der Trockner benötigt viel Energie, vor allem bei häufiger Nutzung und hohen Temperaturen. - Elektroherd und Backofen:
Kochen und Backen verbrauchen viel Strom, insbesondere bei langen Garzeiten. - Geschirrspüler:
Auch dieser benötigt viel Energie, vor allem im Intensiv- oder Warmwasserprogramm. - Heizlüfter und elektrische Heizungen:
Mobile Heizgeräte sind sehr stromintensiv. - Warmwasserboiler und Durchlauferhitzer:
Die Erzeugung von Warmwasser mit Strom ist sehr energieaufwändig. - Aquarien und Terrarien:
Heizungen, Filter und Beleuchtung laufen oft dauerhaft. - Unterhaltungselektronik (Fernseher, Computer, Spielkonsolen):
Besonders große Geräte und solche mit hohem Standby-Verbrauch können ins Gewicht fallen. - Beleuchtung:
Ältere Glühbirnen oder Halogenlampen verbrauchen deutlich mehr Strom als LED-Leuchten.
Tipp: Moderne, energieeffiziente Geräte (z. B. mit Energieeffizienzklasse A oder besser) können den Verbrauch deutlich senken. Auch das konsequente Abschalten von Geräten statt Standby spart Strom.
Praktische Checkliste: Zuhause Energiesparen im Urlaub
Haben Sie auch an alles gedacht? Prüfen Sie hier mit dieser kompakten Checkliste!
- ✅ Stecker aller nicht benötigten Elektrogeräte ziehen (z. B. TV, Computer, Ladegeräte)
- ✅ Kühlschrank und Gefrierschrank leeren, abtauen und ausschalten (bei längerer Abwesenheit) oder Temperatur erhöhen
- ✅ Heizung auf Frostschutz stellen bzw. ausschalten
- ✅ Alle Lampen ausschalten, ggf. Zeitschaltuhren für Sicherheitslicht nutzen
- ✅ Wasserboiler und Durchlauferhitzer abschalten
- ✅ Rollläden/Jalousien halb herunterlassen
- ✅ Fenster und Türen sorgfältig schließen
- ✅ Urlaubsmodus an Heizungs- oder Smart-Home-System aktivieren (falls vorhanden)
- ✅ Einstellungen der Solaranlage prüfen (falls vorhanden)
- ✅ Sicherung von Herd und Waschmaschine ausschalten
Wie kann ich während der Reise und am Urlaubsort Energie und Kosten sparen?

Auf der Reise zum Urlaubsort können Sie an mehreren Stellschrauben drehen, um Energie (und damit CO₂) zu sparen und nicht nur etwas für Ihren Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt zu tun. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten, praxisnahen Möglichkeiten.
Wahl des Verkehrsmittels
- Zug statt Auto oder Flugzeug, wenn möglich
Pro Person ist der Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß im Zug meist deutlich geringer als im Auto (allein besetzt) oder im Flugzeug – besonders auf Strecken bis ca. 800–1.000 km. - Fernbus als Alternative
Fernbusse sind oft ähnlich effizient wie der Zug, wenn sie gut ausgelastet sind. - Flug nur, wenn es nicht anders geht
Besonders Kurzstreckenflüge sind sehr energieintensiv im Verhältnis zur Distanz.
Tipp: Hier finden Sie einen CO2-Rechner für Ihre Reise!
Wenn Sie mit dem Auto fahren
- Langsamer fahren:
110–120 km/h auf der Autobahn statt 140–160 km/h spart deutlich Sprit bzw. Strom und erhöht die Sicherheit beim Fahren. Achtung: Fahren Sie aber nicht zu langsam, da Sie damit die Verkehrssicherheit gefährden und den Verkehrsfluss ausbremsen. - Vorausschauend fahren:
Weniger starkes Beschleunigen und Bremsen, Tempomat auf längeren Strecken nutzen. Ein gleichmäßiges Tempo verhindert Abnutzung und spart Sprit oder Strom. - Reifendruck prüfen:
Leicht erhöhter, aber noch zulässiger Reifendruck senkt den Verbrauch und hilft beim Energiesparen im Urlaub. - Gewicht reduzieren:
Unnötiges Gepäck zu Hause lassen. Jedes Kilo mehr erhöht den Verbrauch. - Dachbox vermeiden:
Dachgepäckträger und -boxen erhöhen den Luftwiderstand massiv. Wenn möglich, besser ohne fahren oder alternative Gepäcklösung wählen. - Klimaanlage maßvoll einsetzen:
22–24 °C statt „volle Kälte“ einstellen. Bei niedriger Geschwindigkeit sollten Sie eher Fenster öffnen, bei höherer Geschwindigkeit fahren Sie besser mit geschlossenen Fenstern und Klimaanlage.
Wenn Sie mit dem Flugzeug reisen
- Direktflüge bevorzugen:
Start und Landung verbrauchen besonders viel Energie – Umwege mit Zwischenstopps sind meist energieintensiver. - Leichtes Gepäck:
Jede eingesparte Tasche bedeutet etwas weniger Treibstoffverbrauch, vor allem bei vielen Passagieren. - Bodenverkehr vermeiden:
Wenn möglich, mit dem ÖPNV oder Shuttle zum Flughafen statt mit eigenem Auto/Taxi.
Vor Ort mobil sein
- Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder zu Fuß statt Mietwagen, wenn die Infrastruktur es zulässt.
- Kleiner, sparsamer Mietwagen
Falls ein Auto nötig ist, reicht oft ein kleiner Wagen – weniger Verbrauch als SUV oder Van.
Unterkunft und Verhalten
- Unterkunft mit guter Anbindung wählen
So brauchen Sie weniger (Miet-)Auto-Fahrten. - Klimaanlage und Heizung vor Ort bewusst nutzen
Nicht rund um die Uhr laufen lassen, Fenster und Türen geschlossen halten, wenn gekühlt oder geheizt wird.
Wie kann ich Energiesparen am Urlaubsort?

Am Urlaubsort können Sie mit ähnlichen Maßnahmen wie zu Hause viel Energie sparen – ohne auf Komfort zu verzichten. Im Folgenden finden Sie eine praktische Übersicht, unterteilt nach Unterkunftsart.
Allgemeine Energiespar-Tipps vor Ort (für alle Unterkunftsarten)
- Licht bewusst nutzen
- Nur die Lampen einschalten, die Sie wirklich brauchen.
- Beim Verlassen des Zimmers / der Unterkunft immer alles ausschalten.
- Klimaanlage & Heizung sparsam einsetzen
- Klimaanlage nicht auf „Eiskammer“, sondern z. B. auf 24–26 °C einstellen.
- Heizung in kühleren Regionen nicht unnötig hochdrehen; lieber Pullover anziehen.
- Türen und Fenster schließen, wenn Klima oder Heizung läuft.
- Warmwasser begrenzen
- Kürzer duschen, Wassertemperatur moderat wählen.
- Auf tägliche, sehr heiße Vollbäder verzichten.
- Standby vermeiden
- Geräte wie Ladegeräte, Laptops, Kameras nicht dauerhaft in der Steckdose lassen.
- Fernseher und andere Unterhaltungselektronik ausschalten statt im Standby lassen.
- Regionale Mobilität
- Vor Ort möglichst viel zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen.
- Wenn Mietwagen nötig: kleines, sparsames Modell wählen und Fahrten bündeln.
Im Hotel Energiesparen
- Zimmerkarte / Stromschlüssel richtig nutzen
- Wenn das Zimmerkarten-System den Strom steuert: Karte beim Verlassen immer mitnehmen, damit nicht unnötig alles weiterläuft.
- Kein zweites Kärtchen dauerhaft im Stromschlitz stecken lassen.
- Handtuch- und Bettwäsche-Service
- Handtücher mehrmals verwenden, statt täglich wechseln zu lassen.
- Bettwäsche nicht täglich neu beziehen lassen – bei längerem Aufenthalt reicht meist 1× pro Woche.
- Minibar & Kühlschrank
- Unnötig laufende Minibar vermeiden, ggf. ausschalten, wenn möglich und erlaubt.
- Getränke lieber gesammelt kühlen und Tür nicht ständig öffnen.
- Klimaanlage im Zimmer
- Nicht bei offenem Fenster laufen lassen.
- Beim Verlassen des Zimmers Klimaanlage ausschalten (oder Timer/Öko-Modus nutzen, falls vorhanden).
- Buffet & Restaurant
- So viel nehmen, wie Sie wirklich essen – weniger Lebensmittelverschwendung bedeutet indirekt auch weniger Energieverbrauch für Produktion und Kühlung.
In der Ferienwohnung Energiesparen
Hier haben Sie meist mehr Kontrolle, ähnlich wie zu Hause:
- Kochen & Küche
- Töpfe mit Deckel verwenden, passende Topfgrößen für die Herdplatte wählen.
- Backofen möglichst selten vorheizen und Restwärme nutzen.
- Geschirrspüler nur voll beladen laufen lassen, Energiespar- oder Eco-Programme nutzen.
- Kühl- und Gefriergeräte
- Kühlschrank nicht zu kalt einstellen (ca. 7 °C reichen meist).
- Tür immer schnell wieder schließen, nicht unnötig lange offen lassen.
- Waschmaschine
- Nur mit voller Trommel waschen.
- Niedrigere Temperaturen (z. B. 30–40 °C) und Eco-Programme wählen.
- Beleuchtung
- Wenn es mehrere Lampen gibt, die sparsamen (LED) bevorzugen, falls ersichtlich.
- Tageslicht maximal nutzen, statt den ganzen Tag Kunstlicht.
- Elektrische Geräte
- Fernseher, Router (falls möglich), Musikanlagen bei Nichtgebrauch ausschalten oder Stecker ziehen.
- Ladegeräte nach dem Laden ausstecken.
Auf dem Campingplatz Energiesparen
Ob mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil – hier zählt jeder Watt.
- Stromverbrauch begrenzen
- Nur unbedingt notwendige Geräte anschließen (z. B. Kühlschrank, Licht, Ladegeräte).
- Energieintensive Geräte (Heizlüfter, Wasserkocher, Fön) nur dosiert nutzen – je nach Platz sind diese teils ohnehin unerwünscht.
- Kühlen & Kochen
- Kühlbox/Kühlschrank nicht zu kalt einstellen und möglichst im Schatten platzieren.
- Deckel schnell wieder schließen.
- Beim Kochen Deckel auf Topf, Windschutz beim Gaskocher nutzen.
- Beleuchtung im Zelt / Vorzelt
- LED-Lampen oder Stirnlampen statt stromhungriger Halogen-Beleuchtung.
- Lichter konsequent ausschalten, wenn niemand im Vorzelt/Zelt ist.
- Wasser & Sanitäranlagen
- Duschen möglichst kurz halten (besonders bei warmen Duschen mit zentraler Aufbereitung).
- Warmwasser nicht unnötig lange laufen lassen.
- Wohnmobil / Wohnwagen
- Bordstromverbrauch im Blick behalten, besonders bei Nutzung von Batterie/Solar.
- Klimaanlage oder elektrische Heizung nur bei Bedarf; ggf. lieber beschatten (Markise, Bäume) oder lüften.
Extra: Unterkunft bewusst auswählen
Schon bei der Buchung können Sie Weichen stellen:
- Umweltzertifizierte Unterkünfte (z. B. mit Öko-Labeln) bevorzugen.
- Gute ÖPNV-Anbindung am Urlaubsort, damit Sie weniger auf Auto/Mietwagen angewiesen sind.
- Bevorzugen Sie Urlaubsorte, die nicht weit weg sind und die ohne umweltschädlichen Verkehrsmittel wie Flugzeuge und Schiffe zu erreichen sind – auch Deutschland und die direkten Nachbarländer haben wunderschöne Gegenden zu bieten.
Was kann ich im Urlaub unternehmen, was nicht viel Strom verbraucht?

Hier eine Übersicht an Ideen, was Sie im Urlaub unternehmen können, ohne viel Energie zu verbrauchen – inklusive digitaler Auszeiten.
Draußen aktiv sein (kaum Energiebedarf)
- Spaziergänge & Wanderungen
Erkunden Sie Umgebung, Küste, Berge, Wälder oder Altstädte zu Fuß. - Radfahren
Fahrräder leihen, gemütliche Touren oder kleine Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten. - Schwimmen in See/Meer
Statt energieintensiver Wasserparks einfach Naturgewässer oder das Hotel-/Camping-Pool nutzen – ohne Dauerbetrieb von Attraktionen. - Picknick im Grünen
Regionale Snacks mitnehmen, im Park, am Strand oder am Fluss entspannen. - Sonnenauf- oder -untergänge anschauen
Einfache, völlig stromfreie „Programmpunkte“, die oft die stärksten Urlaubsmomente werden.
Kultur & Genuss mit geringem Energieverbrauch
- Altstadtbummel & Märkte
Lokale Märkte, kleine Geschäfte und Architektur zu Fuß entdecken. - Museen & Ausstellungen
Besonders kleinere Häuser oder lokale Kulturzentren verbrauchen im Vergleich zu großen Freizeitparks deutlich weniger Energie. - Lesestunden
Ein Buch, E-Reader (vorher laden und offline nutzen) oder geliehene Bücher aus der Unterkunft. - Cafés und Lokale
Das Treiben beobachten, lokale Spezialitäten probieren – ohne ständige digitale Ablenkung.
Aktivitäten ohne Technik & Geräte
- Brettspiele, Kartenspiele, Reise-Spiele
Klein, leicht, überall nutzbar – perfekt für Abende im Hotel, in der Ferienwohnung oder im Zelt. - Kreativ werden
Zeichnen, Tagebuch schreiben, Reisealbum vorbereiten, Postkarten schreiben. - Sport ohne Strom
Yoga, Dehnübungen, Strandspiele (Frisbee, Ballspiele, Boccia), leichtes Joggen. - Naturbeobachtung
Vögel, Pflanzen, Sterne beobachten – eventuell mit einfachem Fernglas oder Sternkarte (auch gedruckt).
Digitale Auszeiten bewusst einbauen
- Bildschirmfreie Zeitfenster definieren
Z. B. „Von 10–18 Uhr kein Handy“ oder „WLAN erst abends für 30 Minuten“. - Handy im Flugmodus
Nur für Fotos nutzen, keine ständige Erreichbarkeit, kein Dauer-Scrollen. - „Handyfreie Zonen“ bestimmen
Zum Beispiel: Strand, Restauranttisch, Schlafzimmer, Wanderwege. - Analoge Alternativen nutzen
- Papierkarte statt Navi (oder Offline-Karte nur gelegentlich checken)
- Notizzettel statt To-do-App
- Reiseführer-Buch statt ständiger Online-Suche
- Benachrichtigungen ausschalten
Nur das Nötigste aktiv lassen (z. B. Anrufe wichtiger Personen), alle Social-Media- und E-Mail-Benachrichtigungen pausieren.
Ruhige Erholung mit minimalem Energieeinsatz
- Mittagspause / Siesta
Lesen, Dösen, Meditieren – besonders in heißen Regionen statt klimatisierter Dauer-Action. - Achtsamkeits- oder Entspannungsübungen
Atemübungen am Strand, im Wald oder auf dem Balkon. - Langsames Genießen
Bewusstes Essen, bewusstes Wahrnehmen von Gerüchen, Geräuschen und Eindrücken, ohne sie sofort zu posten oder zu teilen.
Gemeinsam unterwegs – sozial statt digital
- Gespräche statt Chats
Zeit für tiefe Gespräche mit Mitreisenden oder neuen Bekanntschaften. - Gemeinsame Rituale
Abends zusammen Karten spielen, Geschichten erzählen, „Highlight des Tages“ teilen. - Lokale Angebote nutzen
Stadtführungen, kostenlose oder günstige Kulturprogramme, Konzerte im Freien – meist mit überschaubarem Energiebedarf.
Fazit
Nicht nur im normalen Alltag – Energiesparen im Urlaub ist eine einfache Möglichkeit, Geld zu sparen und umweltbewusster zu leben. Vor der Abreise sollten Sie energieintesive Geräte wie Mikrowelle und Stand-by-Geräte wie Fernseher vom Stromnetz strennen. Auch Waschmaschine, Toaster und Kaffeemaschine verbrauchen bei Nichtgebrauch Strom. Am besten schalten Sie die Sicherung von Waschmaschine, Herd und Spülmaschine aus. Bei längeren Urlauben können Sie erwägen, ob Sie den Kühlschrank ebenso ausschalten – bei Campingurlauben, bei denen Sie die Lebensmittel mitnehmen können, ist das eine sinnvolle Maßnahme.
Davon abgesehen, können Sie Energiesparen am Urlaubsort oft genauso handhaben wie Zuhause, vor allem, wenn Sie in einer Ferienwohnung wohnen. Die Anreise ist ebenso eine gute Möglichkeit, umwelt- und kostenbewusst zu reisen. Nutzen Sie Zug, Fernbusse und Elektroautos zur Anreise, und am Urlaubsort eventuell Fahrräder oder Sie gehen viel zu Fuß. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern ist auch gesund. In den folgenden FAQ (Häufig gestellte Fragen) finden Sie eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Punkte dieses Artikels.
Häufig gestellte Fragen zu Energiesparen im Urlaub
-
Wie lässt sich vor dem Urlaub zu Hause am meisten Energie sparen?
Vor der Abreise Elektrogeräte vollständig ausschalten und Stecker ziehen, statt Standby zu nutzen. Kühl- und Gefriergeräte bei längerer Abwesenheit leeren, abtauen und abschalten. Heizung auf Frostschutz oder aus stellen, Wasserboiler deaktivieren, alle Fenster und Türen schließen.
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Welche Haushaltsgeräte sollten vor dem Urlaub unbedingt vom Netz getrennt werden?
Besonders Unterhaltungselektronik wie TV, Receiver, Spielekonsolen, Computer, Drucker sowie Ladegeräte, Kaffeemaschinen, Wasserkocher und Mikrowellen. Auch Router oder WLAN-Repeater können, falls nicht benötigt, deaktiviert werden. Standby-Verbräuche summieren sich sonst über die gesamte Urlaubszeit.
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Wie kann bei der Anreise mit dem Auto Energie gespart werden?
Energiesparend fahren bedeutet: vorausschauendes Fahren, sanftes Beschleunigen, möglichst konstantes Tempo und Geschwindigkeiten um 110–120 km/h. Reifendruck prüfen, unnötiges Gewicht und Dachboxen vermeiden. Klimaanlage maßvoll einsetzen und bei niedrigen Geschwindigkeiten eher lüften als kühlen.
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Welche Verkehrsmittel sind auf Reisen am energieeffizientesten?
Zug und Fernbus gelten pro Personenkilometer meist als deutlich energieeffizienter als Auto und Flugzeug. Besonders Kurzstreckenflüge verursachen im Verhältnis zur Strecke hohen Energieverbrauch. Wo möglich, lohnt es, Bahnverbindungen oder Busse zu prüfen und Flüge auf unvermeidbare Langstrecken zu beschränken.
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Wie lässt sich im Hotelzimmer Energie sparen?
Licht, Klimaanlage und TV nur bei Bedarf nutzen und beim Verlassen des Zimmers konsequent ausschalten. Zimmerkarte nicht dauerhaft im Stromschlitz lassen. Handtücher und Bettwäsche mehrfach verwenden, statt täglichen Wechsels. Minibar nur nutzen, wenn nötig, und Tür nicht unnötig lange offen lassen.
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Welche Maßnahmen helfen in einer Ferienwohnung beim Energiesparen?
In der Ferienwohnung ähnlich wie zu Hause handeln: Kühlschrank moderat einstellen, nur mit Deckel kochen, Backofen-Restwärme nutzen, Geschirrspüler und Waschmaschine nur voll beladen im Eco-Programm bedienen. Beleuchtung sparsam einsetzen, LED-Lampen bevorzugen und alle Geräte richtig ausschalten.
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Wie kann auf dem Campingplatz mit Strom sparsam umgegangen werden?
Nur notwendige Geräte anschließen und energieintensive Verbraucher wie Heizlüfter oder große Elektrogrills möglichst meiden. LED-Lampen und Stirnlampen einsetzen, Kühlbox im Schatten platzieren und nicht zu kalt stellen. Warme Duschen kurz halten, damit die zentrale Warmwasserbereitung weniger Energie benötigt.
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Welche Rolle spielen digitale Auszeiten für das Energiesparen im Urlaub?
Digitale Auszeiten reduzieren den Stromverbrauch von Smartphones, Tablets und Laptops sowie den Bedarf an WLAN-Routern und Ladezyklen. Flugmodus, feste offline-Zeiten und deaktivierte Benachrichtigungen helfen. Statt Streaming bieten sich Bücher, Spiele, Gespräche und Aktivitäten im Freien an.
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Wie lässt sich der Energieverbrauch vor Ort bei Mobilität gering halten?
Kurze Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Bei Bedarf einen kleinen, sparsamen Mietwagen wählen und Fahrten bündeln. Stadtzentren möglichst autofrei erkunden und Ausflüge so planen, dass unnötige Umwege und häufiges Fahren vermieden werden.
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Welche Kriterien bei der Unterkunftsauswahl unterstützen Energiesparen im Urlaub?
Unterkünfte mit Umweltzertifikaten, guter ÖPNV-Anbindung und bewussten Energie- und Wassersparmaßnahmen wählen. Hinweise zu Handtuchnutzung, Mülltrennung und Klimaanlagen ernst nehmen. Kleine, gut ausgelastete Häuser und Campingplätze haben oft geringere Pro-Kopf-Verbräuche als große Resortanlagen.

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